Gebäude bestimmen das Erscheinungsbild von Städten und Dörfern. Sie sind Zeichen unserer Kultur. Ob in den eigenen vier Wänden, im Schulhaus, im Büro, in der Fabrik, im Spital, in der Schwimmhalle oder in der Diskothek – die meisten Menschen verbringen den Grossteil ihrer Zeit unter Dächern. Zudem nutzen wir tagtäglich zahlreiche weitere Bauten wie Strassen, Brücken, Haltestellen oder Tunnel. All diese Bauwerke prägen unsere Lebensqualität nachhaltig. Ingenieurinnen und Ingenieure sorgen dafür, dass die Bauwerke stabil sind, dass sie zweckmässig ausgestattet sind und sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch betrieben werden können.
Herausforderungen im Bereich Bau
Individualität, Funktionalität, Stabilität
Bauwerke sind sehr individuelle Objekte: Ein jedes hat seine bestimmte Funktion, seine individuelle Erscheinung und seinen eigenen Lebenszyklus. Einmal errichtet stehen sie meist über mehrere Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte und bilden so einen prägenden Bestandteil ihrer Umwelt. Bauwerke müssen über lange Zeit hohe funktionelle und ästhetische Anforderungen erfüllen.
Die Aufgabe von Ingenieurinnen und Ingenieure ist es, diese verschiedenen Anforderungen in einem Bauobjekt umzusetzen. Dazu gehört auch, dass sie neue Baumaterialien entwickeln, die besondere Ansprüche an Funktion und Erscheinung erfüllen. Und auch, dass sie ausgediente Bauwerke mit innovativen Baumethoden umfunktionieren und wiederbeleben.
Wie viel Elastizität darf, wie viel Stabilität muss sein? Jedes Gebäude ist ständig in einer kaum wahrnehmbaren Schwingung. Erschütterungen und Erdbeben können diese Schwingungen gefährlich verstärken. Ingenieure simulieren am Computer diese Schwingungen und prüfen, welchen Belastungen ein Gebäude standhalten kann.
Schwingungssimulation am Flusskraftwerk Eglisau
Wertvolle Substanz bewahren: Mit modernen Ingenieurleistungen erhalten alte oder gar historische Bauwerke neues Entwicklungspotenzial. Denkmalgeschützte Mauern können zum Beispiel durch einen von aussen unsichtbaren Stahlrahmen verstärkt und damit für neue Nutzungen fit gemacht werden.
Ein historisches Lagerhaus im Giesshübel Zürich wurde um zwei Geschosse aufgestockt
Fortschritt braucht Kreativität: Ingenieure und Ingenieurinnen müssen oft neue Wege einschlagen, um Gebäuden das gewünschte Innere und Äussere zu verleihen. Dafür werden Baumaterialen laufend weiterentwickelt. Glas, Beton, Holz, Stahl, Stein und Kunststoffe werden mit Hilfe von innovativen Methoden zu neuen Formen, Strukturen und Materialien vereint.
Entwicklung einer neuartigen Brücke aus Glasfaserkunststoff an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Adobe Flash Player not installed or older than 9.0.115!